Das Projekt

Nachdem die Bauarbeiten mittlerweile schon im Gange sind, möchten wir noch einen Einblick geben, was dort denn nun eigentlich gebaut wird.

Wie schon im ersten Post beschrieben, wird die Konrad-Wolf-Straße barrierefrei ausgebaut. Das heißt, es werden vor allen an den Haltestellen umfangreiche Umbauarbeiten erfolgen. Auf der Grafik ist die aktuelle mit der künftigen Straßenaufteilung verglichen. Rot markiert sind die sogenannten „Haltestellenkaps“. Der Bordstein wird dabei bis an die Straßenbahngleis herangezogen. So ist es künftig möglich ohne nennenswerten Höhenunterschied in die Straßenbahn einzusteigen. Nicht mehr möglich ist dann das rechts Überholen der Straßenbahn durch Autos.
Die Fahrradfahrer werden in dieser Variante gradlinig über das Kap geführt. Diese Anordnung hat sich bereits in anderen Stadtteilen in Berlin gewährt.

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Neue Haltestellengestaltung in der Konrad-Wolf-Straße

In der Prenzlauer Berger Pappel- und Kastanienallee oder in der Wendenschl0ßstraße wurde diese Bauform bereits umgesetzt. In der Konrad-Wolf-Straße werden in diesem Jahr die ersten beiden Haltestellen (Freienwalder und Werneuchener Str.) so umgestaltet.

Kaphaltestelle in der Wendenschloßstraße – selbe Bauweise

Wie in der Skizze verdeutlicht, muss an den Haltestellen eine „Gleisverschwenkung“ erfolgen. Dies ist notwendig, damit sich zwischen zwei Kaps auf der Straße in der Mitte noch 2 LKW problemlos begegnen können.
Da also ohnehin Gleisbauarbeiten nötig sind, hat sich die BVG dazu entschieden, auch die Gleise zwischen den Haltestellen komplett zu erneuern. Die Straßenschäden wurden in der letzten Zeit ja immer deutlicher und so ist das sicher eine sinnvolle Maßnahme.

Damit die Konrad-Wolf-Straße während der Bauzeit jeweils in eine Richtung für den Autoverkehr zur Verfügung steht, kann leider immer nur eine Seite gebaut werden. So erklärt sich auch die relativ lange Bauzeit. Denn wenn die Südseite fertig gestellt ist, wird der Autoverkehr in Richtung Weißenseer Weg auf diese Seite verlegt und die Bauarbeiten an der Nordseite beginnen.

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Übersicht aus der Anwohnerinformation der BVG

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts Strausberger Straße – Oberseestraße, werden im nächsten Jahr wahrscheinlich die Abschnitte Oberseestraße – Hauptstraße und Altenhofer Straße – Strausberger Straße folgen. Alle Haltestellen auf diesen Abschnitten werden dann ebenfalls mit Kaphaltestellen ausgerüstet.

 

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4 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    sehr gute Idee, über aktuell laufende Bauvorhaben einen öffentlichen Blog einzurichten. Somit werden Anwohner und sonstige Interessanten auf dem Laufenden gehalten, was in ihrer Wohngegend passiert.

    Grundsätzlich befürworte ich Infrastrukturprojekte bzw. -vorhaben, die dazu beitragen die Verkehrssituation, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr oder die Flexibilität in der Wahl des Fortbewegungsmittels zu verbessern.

    Die neuen Flexicity Berlin Straßenbahnen sind gerade so ausgestattet, dass auch Rollstuhlfahrer und Kinderwägen ohne Höhenunterschiede problemlos einfahren können. Vorausgesetzt natürlich, dass die Haltestelle eine entsprechende Einstiegshöhe aufweist. Die Haltestellen der Konrad-Wolf-Straße sind derzeit ebenerdig, ein problemloses Einsteigen auf gleicher Höhe ist somit nicht möglich. Daher ist der Umbau auf Haltstellenkaps sinnvoll und nötig, um das Bordsteinniveau anzugleichen. Die weiteren Vorteile eines Haltestellenkap iVm mit einer Querunsanlagen für Radfahrer (was in der Konrad-Wolf-Straße dann der Fall sein wird) trägt darüber hinaus auch zur Verkehrsberuhigung bei. Aber genau beim Thema Verkehrsberuhigung scheiden sich doch die Geister.

    Im Falle eines Autofahrers, der täglich die Konrad-Wolf-Straße Morgens und Abends befährt, trägt der Umbau auf Haltestellenkaps doch zu einer massiven Verlängerung der Fahrzeit bei. Insbesondere morgens, wenn die Fahrzeugtaktung der jeweiligen Straßbahnen sich auf 5 Minuten beläuft, dann kann ich mir gut vorstellen, dass der Verkehrsfluss erheblich gestört wird. Autos können die Straßenbahnen nicht mehr überholen und passen sich so automatisch an deren Geschwindigkeit an. Insbesondere verstärkt auch der geringe Abstand zwischen den einzelnen Haltestellen diese Verkehrsstörung.

    Wurden die konkreten Voraussetzungen (neben der Verkehrsstärke und dem Fahrzeugtakt) geprüft und einer Kosten-Nutzen-Analyse, die zur Entscheidung des Einbaus von Haltestellenkaps führte, durchgeführt? Wo ist sind diese dokumentierten Entscheidungen einzusehen? Könnt ihr hier weiterhelfen?

    Besten Dank.

    Viele Grüße
    Marc

    1. Hallo Marc,

      vielen Dank für das Lob!
      Deine Fragen nehmen wir gerne auf und leiten sie, wenn wir die Gelegenheit bekommen, an die Zuständigen weiter und beantworten sie dann hier.

      Beste Grüße!

  2. […] In den beiden Abschnitten Altenhofer Straße – Stausberger Straße und Oberseestraße – Hauptstraße werden in diesem Jahr die Gleise erneuert und sogenannte Kaphaltestellen gebaut. Weitere Informationen dazu bietet der Post Das Projekt. […]

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